Lufteintragsrate in Drucksysteme von Wasserkraftanlagen infolge Einlaufwirbel
Prof. Dr. R. Boes,
Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, ETH Zürich
Zusammenfassung
Luft in Drucksystemen von Wasserkraftanlagen hat meist negative Auswirkungen wie z. B. Wirkungsgradminderung von Turbinen, Pulsationen, Druckstösse und Durchflussreduktionen. Eine massgebende Quelle des Lufteintrags sind Einlaufwirbel. Deren Lufteintragsrate ist unbekannt, so dass bisher entsprechend grosszügige Reserven bei Planung und Betrieb von Wasserkraftanlagen zur Verhinderung von Einlaufwirbeln einzuhalten sind. Die Kenntnis der Lufteintragsrate ermöglicht gezielte Gegenmassnahmen, wie z.B. Entlüftungssysteme, und trägt somit zu einer erhöhten Wirtschaftlichkeit einer Wasserkraftanlage bei, insbesondere bei Speicherbewirtschaftung. Ziel des Projekts ist es, die diesbezügliche Lücke im Grundlagenwissen und in der praktischen Bemessung von Einlaufbauwerken bzw. dem Betrieb von Wasserkraftanlagen zu schliessen. Hierzu sollen mit einem grossmassstäblichen Modell Einlaufwirbel erzeugt und die Lufteintragsrate in das anschliessende Drucksystem gemessen und analysiert werden.
Projektstart
Oktober 2009
Weitere Partner
Bundesamt für Energie,
Pöyry Energy AG