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«swisselectric research award 2009»

Preisübergabe Award 2009

Kostengünstige thermoelektrische Generatoren entwickelt

Der «swisselectric research award 2009» geht an den Forscher Dr. Wulf Glatz. Er hat einen kostengünstigen thermoelektrischen Generator entwickelt. Dieser ist auch bei tiefen Temperaturen funktionsfähig und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz.

Thermoelektrische Generatoren (TEG) wandeln emissionsfrei Wärme in Strom um, indem sie die Temperaturunterschiede zwischen einer Wärmequelle und der Umgebungstemperatur nutzen. Zum Beispiel kann aus der Abwärme von Zentralheizungen oder Automobilmotoren Strom für den Haushalt oder die Bordelektronik des Autos produziert werden. Beim Auto könnte das den Benzinverbrauch um rund zehn Prozent verringern.

Dem Ingenieur Dr. Wulf Glatz ist es nun gelungen, ein neues Herstellungsverfahren für thermoelektrische Generatoren zu entwickeln. Thermoelektrisches Material wird dabei direkt auf eine Kunststofffolie aufgetragen. Das ist zehnmal günstiger als gängige Herstellungsprozesse. Die Generatoren sind dünn und flexibel, so dass sie auch auf gekrümmten Oberflächen angebracht werden können. Sie sind sehr wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile besitzen. Die Generatoren eignen sich zur Wandlung von Niedertemperaturwärme, d.h. Temperaturen unter 200°C. Diese Eigenschaft wird in Zukunft auch die Umwandlung von Körperwärme in Strom ermöglichen, zum Beispiel zum Antrieb eines Mobiltelefons.

Den neuen Herstellungsprozess für thermoelektrische Generatoren entwickelte Dr. Wulf Glatz im Rahmen seiner Dissertation am Lehrstuhl für Mikro- und Nanosysteme an der ETH Zürich. Das Ergebnis seiner Forschung hat er zum Patent angemeldet. Mit dem neu gegründeten Unternehmen greenTEG GmbH will Dr. Wulf Glatz seine Technologie in zwei Jahren zur Marktreife bringen.