Haben E-Autos tatsächlich eine Zukunft?

Jahrzehntelang waren Autobauer in Deutschland dem Markt voraus, haben ihn beherrscht und galten als die führende Branche. Doch das scheint sich in den letzten Jahren geändert zu haben. Eine Hoffnung liegt in den Elektroautos. Dieselskandal und ständige Neuigkeiten über den Klimawandel – das sind nur zwei Gründe, die für mehr ökologisches Denken gesorgt haben. So sind die Verkaufszahlen von Elektroautos hierzulande seit 2015 stark gestiegen. Doch die Ziele werden weiterhin verfehlt. Ein Blick auf den deutschen Automarkt zeigt, dass ein Durchbruch bis heute nicht erfolgt ist. Daher stellen sich nicht nur Experten vollkommen zurecht die Frage: „Haben E-Autos tatsächlich eine Zukunft?“

Stellt sich die Sinnfrage? Ein nüchter Blick auf die Lage

Große Reden schwingen können viele, doch für einen Aufschwung zu sorgen – das gelingt nur wenigen. Das gilt auch für den Bereich der Elektro-Autos. Scheinbar haben weder der Diesel-Skandal, noch die ständigen Bedrohungen durch den Klimawandel die große Masse erreicht. Oder diese Zielgruppe interessiert sicht schlichtweg nicht dafür. Ein Blick auf die Sinnfrage zeigt, dass Elektro-Autos definitiv Vorteile bescheren. Gerade beim Blick auf die Abgasemissionen wird schnell klar, dass die Elektroautos Sinn machen. Gerade im Vergleich mit Dieselfahrzeugen sind die Annehmlichkeiten enorm. Weniger Feinstaub, der Lärmfaktor ist geringer und auch die Luftqualität steigt – beim Blick auf die reinen Fakten sollte man meinen, dass ein Umstieg durchaus Sinn macht. Dennoch haben die klassisch betriebenen Pkws noch immer einen guten Ruf und sind überwiegend zu sehen. Doch warum ist das so? Weshalb sind E-Autos für einen Großteil noch immer so wenig attraktiv?

Die Gründe sind verschieden

Trotz der Vorteile entscheiden sich noch immer zu wenig Verbraucher für einen Umstieg. Die Nachfrage steigt nur minimal und die Klimaziele werden in vielen Ländern Jahr für Jahr verfehlt. Einige Länder werben beim Kauf eines Elektro-Autos mit Prämien – doch auch das bringt nicht wirklich etwas. Flächendeckend kann dies natürlich nicht für alle Länder behauptet werden. Gerade in Ländern wie Norwegen zeigt sich, dass die Elektromobilität klar auf dem Vormarsch ist. Dort liegt die Quote an Neuzulassungen bei den E-Autos bei immerhin einem Drittel. Ein weiterer Grund für die vergleichsweise geringe Nachfrage könnten die Reichweite und der immer noch große Mangel an Ladestationen sein. So ist die Reichweite bei vielen Autos mittlerweile zwar ganz gut, doch mit den konventionell betriebenen Autos können die Strom-Autos noch nicht mithalten. Auch die Ladedauer ist teilweise noch zu lang. Es zeigt sich also tatsächlich, dass die Gründe vollkommen verschieden sind.

Ist Wasserstoff eher die Lösung der Zukunft?

Wenn E-Autos wohl nicht die beste oder verbraucherfreundlichste Lösung ist, wie schaut es dann mit Alternativen aus? Sind Wasserstoffautos gar die Lösung in den nächsten Jahren. Erste Versuche im Serienbetrieb gibt es – beispielsweise ist der Hyundai ix35 Fuel Cell eines der ersten Brennstoffzellenautos. Diese Art der autos sind emissionsfrei und der Wasserstoff ist auch schneller beim Tanken. Klare Vorteile und gerade im Transportsektor wären Brennstoffzellenautos eine echte Alternative. Doch bislang gibt es nur wenig Nachfrage. Beide Arten haben ihre Reize. Doch eine wirkliche Alternative scheinen weder die Elektro-, noch die Brennstoffzellenautos zu sein – zumindest, wenn man sich sachlich neutral auf die Fakten beschränkt und sich die Verkaufszahlen anschaut. Bei den Wasserstoffautos ist der Weg ohnehin noch ein langer – schließlich gibt es viel zu wenig Tankstellen, an denen die Autos wieder betankt werden können.

Die nächsten Jahren werden entscheiden, welche Form der Mobilität sich durchsetzt

Es wird noch einige Jahre dauern, ehe sich der Trend klar abzeichnet. Aktuell steigt die Nachfrage bei den Elektroautos zwar – doch die Absatzzahlen sind immer noch viel zu gering. Die Deutschen Automobilbauer und generell die Automobilbranche stehen vor großen Herausforderungen. Das zeigt sich im Alltag, aber auch bei der Stimmung. Der Klimawandel ist spürbar, die Temperaturen steigen gefühlt jährlich. Es gibt also viele Bereiche, wo Veränderungen hermüssen.

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